Dass die gesetzliche Rente nicht ausreicht, hat zuletzt sogar der Kanzler offen gesagt. Für die meisten bleibt diese Aussage trotzdem abstrakt. Ein vages Gefühl, dass im Alter etwas fehlen wird, aber keine konkrete Zahl. Genau das ist das eigentliche Problem. Solange die Lücke nicht in eigene Zahlen übersetzt wird, lässt sie sich auch nicht schließen. In diesem Artikel schauen wir uns an, wie groß die Rentenlücke realistisch ist, warum sie mit steigendem Einkommen größer statt kleiner wird und warum für viele Menschen vier bis fünf vermietete Wohnungen ausreichen, um den gewünschten Lebensstandard im Ruhestand zu sichern.
Die wenigsten haben sich jemals die Zeit genommen und durchgerechnet, wie viel Geld sie im Alter tatsächlich brauchen werden. Stattdessen verlassen sich die meisten auf ein Gefühl. Ein Gefühl, das in den meisten Fällen zu optimistisch ist.
Das hat einen einfachen Grund. Solange das Thema Rente weit entfernt ist, fehlt der Anlass, sich konkret damit auseinanderzusetzen. Und solange keine konkreten Zahlen auf dem Tisch liegen, fühlt sich die Lücke nicht echt an. Sie wirkt wie ein abstraktes Problem, das andere betrifft.
Genau diese Lücke zwischen abstraktem Wissen und konkreter Zahl ist der eigentliche Grund, warum so viele Menschen Jahr um Jahr warten, statt zu handeln. Wer den Bedarf einmal durchgerechnet hat, kommt ins Handeln. Wer es nicht tut, schiebt es weiter auf.
Ein gängiger Richtwert sagt, dass du im Ruhestand etwa 70 bis 80 Prozent deines heutigen Nettoeinkommens brauchst, um deinen Lebensstandard zu halten. Bei einem Netto von 3.500 Euro im Monat sind das ungefähr 2.500 bis 2.800 Euro.
Das klingt auf den ersten Blick viel. Aber sobald man die Posten einzeln anschaut, wird die Zahl realistisch.
Wer im Alter seinen Lebensstandard halten möchte, merkt oft schnell: Die gesetzliche Rente reicht dafür allein nicht aus.
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Bei einem Durchschnittsverdiener mit 45 Beitragsjahren liegt die gesetzliche Rente aktuell bei etwa 1.700 Euro brutto. Nach Steuern und Krankenversicherung bleiben davon ungefähr 1.400 bis 1.500 Euro netto übrig.
Bei einem Bedarf von 2.500 bis 2.800 Euro fehlen damit jeden Monat zwischen 1.000 und 1.300 Euro.
Und das ist nur der Durchschnitt. Wer heute überdurchschnittlich verdient, hat im Alter eine noch größere Lücke. Der Grund ist einfach: Die gesetzliche Rente ist nach oben gedeckelt. Wer also gut verdient und sich dann auf den Staat verlässt, verliert relativ gesehen sogar mehr als der Durchschnittsverdiener.
Diese Lücke schließt nur eigener Vermögensaufbau. Wer dafür Immobilien nutzt, geht einen anderen Weg als mit ETFs oder einem Sparplan. Worin der Unterschied besteht, schauen wir uns jetzt an.
Wer sich mit ETFs oder einem Sparplan ein Vermögen für die Rente aufbauen will, hat ein klares Ziel vor Augen. Sagen wir 400.000 Euro über 30 Jahre.
Der schwierige Teil liegt aber nicht im Endzustand, sondern im Weg dorthin. Du musst jeden Monat selbst einzahlen. Du musst jeden Monat dieser Versuchung widerstehen, doch lieber das Auto, die Renovierung oder den nächsten Urlaub damit zu finanzieren. Du musst 30 Jahre durchhalten, auch wenn der Markt mal ein paar Jahre stagniert oder einbricht. Studien zeigen, dass genau hier die meisten scheitern. Nicht an der Mathematik, sondern an der Disziplin.
Eine vermietete Immobilie funktioniert anders. Du fängst nicht mit kleinen Sparraten an, sondern mit einem fertigen Vermögenswert. Die Bank finanziert den Kaufpreis, der Mieter zahlt einen Großteil der Tilgung und du selbst trägst in vielen Fällen nur eine geringe monatliche Differenz. Aus dieser Konstellation wächst über die Jahre ein Vermögen, das du dir aus reinem Sparen so nicht hättest aufbauen können.
Im Alter hast du dann nicht eine Zahl auf dem Depot, die du selbst verwalten musst, sondern einen Vermögenswert, der jeden Monat Mieteinnahmen liefert. Und am Ende bleibt nicht ein leeres Konto, sondern eine Immobilie, die weiterhin Erträge bringt und sich vererben lässt.
Eine solide abbezahlte Eigentumswohnung bringt je nach Lage und Marktentwicklung zwischen 600 und 700 Euro Kaltmiete im Monat. Nach Abzug von Bewirtschaftungskosten, Rücklagen und Steuern bleiben davon ungefähr 400 bis 500 Euro netto pro Wohnung übrig.
Rechnet man die fehlenden 1.000 bis 1.300 Euro Rentenlücke gegen diese Nettomieteinnahmen, ergeben sich drei klare Szenarien.
Es geht also nicht um zehn oder zwanzig Objekte. Der Fokus liegt auf vier bis fünf gut positionierten Wohnungen. Das ist ein Ziel, das für viele Menschen erreichbar ist, wenn sie früh genug beginnen und mit Plan vorgehen.
Die Rentenlücke wirkt groß, solange sie eine abstrakte Aussage bleibt. Sobald sie in konkrete Zahlen übersetzt wird, wird sie planbar. Bei einem Nettoeinkommen von 3.500 Euro fehlen monatlich rund 1.000 bis 1.300 Euro. Vier bis fünf vermietete Wohnungen reichen aus, um diese Lücke zu schließen.
Der Unterschied zwischen einem Depot und einer vermieteten Immobilie liegt nicht in der Höhe der Rendite. Er liegt im Weg dorthin. Beim Depot baust du dir das Vermögen über Jahrzehnte selbst auf, jeden Monat aus eigener Kraft. Bei einer Immobilie übernimmt die Bank den größten Teil der Finanzierung und dein Mieter die Tilgung.
Genau deshalb sagen so viele Investoren rückblickend denselben Satz: „Hätte ich nur früher angefangen.“